Holzpflege: So pflegst du mit den richtigen Pflegemitteln die Holzoberflächen in deiner Küche garantiert richtig!

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Was tun, wenn der Glanz von Holzmöbeln nachlässt oder die Farben und die Maserung nicht mehr so großartig ist, wie zu beginn? Mit den richtigen Mitteln für die Holzpflege kannst du deinen Möbeln wieder zu Glanz und einer wunderschönen Optik verhelfen. Aber womit die Holzoberfläche pflegen?

Wachs, Öl, Hartöl oder doch selbstgemachte Hausmittel? Das richtige Pflegemittel für Möbel zu finden, kann eine Wissenschaft für sich sein. Denn Voll- und Massivholzoberflächen wollen gepflegt werden, damit du auch in Jahren noch Freude daran hast!

Wir helfen dir, ganz einfach das richtige Pflegemittel für deine Möbel zu finden!

Die richtige Holzpflege – wie wünscht du dir deine Holzoberflächen?

Mit intensiven Farben und einer in Szene gesetzten Maserung? Oder doch mit einem edlen Glanz?

Im besten Fall besprichst du das bereits beim Planungsgespräch mit dem Tischler den gewünschten Effekt. Warum? Weil er dann bereits in der Endfertigung die passende Holzversiegelung und Oberflächenpflege einplanen kann.

Denn dabei gibt es große Unterschiede!

Für einen edlen Glanz ist Wachs die erste Wahl. Öl hingegen verleiht deinen Möbeln „nur“ einen schimmernden Glanz. Dafür kannst du mit Öl die Farben und Maserung von Holzoberflächen intensivieren.

Aber aufgepasst, einmal mit Öl oder Wachs behandelt, solltest du zukünftige Oberflächenpflege beibehalten! Das hat vor allem damit zu tun, wie Wachs und Öl auf und im Holz wirken. Dazu auch gleich mehr …

Generell gilt bei der Pflege wie auch bei der Reinigung von Holzoberflächen: Immer an einer nicht sichtbaren Stelle ausprobieren, ob das eingesetzte Pflegemittel auch zum gewünschten Effekt führt!

KÜCHENmeter-Emil-Geier Holzpflege - Holzoberflächen pflegen ölen wachsen

Holz bringt Leben in die Küche – wie hier als Arbeitsplatte in einer weißen Küche. Die Pflege mit Holzwachs verleiht ihr einen edlen Glanz. [Foto: pixabay.com]

Vollholz, Massivholz und Echtholz: Holz ist nicht gleich Holz

Im Zusammenhang mit Möbeln, Arbeitsplatten und Küchenfronten werden oft verschiedene „Holzbegriffe“ genannt. Es ist zwar alles Holz, jedoch ist damit nicht das gleiche gemeint. Es geht dabei auch nicht darum, welche Holzart, etwa Eiche, Buche oder Ahorn, verwendet wird. Sondern der Typ des Werkstoffes Holz.

Hier ein kurzer Überblick, welche Möglichkeiten es bei Holzmöbel gibt:

  • Vollholz ist das hochwertigste Material. Dabei werden die einzelnen Platten und Fronten aus einem Holzstück (Holzstamm) gesägt. Darum musst das Holz auch entsprechend perfekt sein. Denn Beschädigungen, Astlöcher oder Einschlüsse können nicht kaschiert werden. Manchmal macht aber auch genau das den besonderen Charakter aus und ist durchaus gewünscht.
  • Massivholz oder Massivholzplatten bestehen hingegen aus mehreren Holzstücken, die entsprechend ausgewählt, bearbeitet und anschließend verleimt werden. Schadhafte Stellen oder Astlöcher können so vermieden werden. Jedoch sind die Übergange von einem Holzstück zum anderen oft auch erkennbar.
  • Echtholz – auch wenn die Bezeichnung etwas anderes suggeriert, sind Echtholzplatten das im Vergleich geringwertigste und günstigste Material. Denn dabei ist lediglich eine dünne Schicht (Furnier) aus echtem Holz. Die Trägerplatte, auf die das Furnier aufgeklebt wird, ist eine einfache Sperrholz- oder Faserholz-(MDF)Platte.

Vor jeder Pflege reinigen

Bevor du dich an die Pflege deiner Holzmöbel machst, solltest du diese auch entsprechend reinigen. Denn sonst kann es leicht sein, dass die schmutzigen Stellen dauerhaft sichtbar bleiben.

Am besten verwendest du dazu ein weiches und trockenes Baumwolltuch. Microfastertücher oder gar Putzschwämme haben dabei nichts verloren!

Pflegemittel für Holzoberflächen und Holzmöbel

Holzöl

Das Holzöl dringt mit der Zeit ins Holz ein und intensiviert so die Farbe des Holzes. Gleichzeitig tritt auch die Maserung der verwendeten Holzart viel stärker hervor. Ein Glanz ist aber kaum vorhanden.

Wir nennen das auch, die Farben „anfeuern“. Wenn du davon hörst, ist genau dieser Effekt gemeint – und nicht das Holz tatsächlich anzubrennen, um etwa einen Used-Look zu erhalten oder das Holz mit einer alten japanischen Technik zu konservieren („Shou Sugi Ban“ bzw. „Yakisugi“).

Durch das tiefere Eindringen ins Holz ist die Oberfläche besser geschützt, widerstandsfähiger und du kannst es ganz einfach abwischen.

Auch bleiben die Poren bei einer Pflege mit Öl offen, das Holz kann weiterhin „atmen“. Besonders für beanspruchte Holzoberflächen ist Öl die richtige Wahl.

Aber aufgepasst: einölen schützt nicht vor Feuchtigkeit bzw. Flüssigkeit auf der Holzoberfläche. Diese kann schnell eindringen, darum feuchte Stellen schnell abwischen!

Das Holzöl kannst du wahlweise mit einem Pinsel, einer Rolle oder einem Tuch großzügig und gleichmäßig auftragen. Anschließend kannst du es rund 20 bis 30 Minuten (bzw. nach Herstellerangabe) ins Holz einziehen lassen und abschließend das nicht eingezogene Öl mit einem fusselfreien Baumwolltuch abwischen. Dabei solltest du das übrige Holzöl restlos abwischen – im schlimmsten Fall trocknen die Stellen mit überschüssigem Öl nicht durch und es bilden sich klebrige Stellen.

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Im Gegensatz zu unbehandelten Holzoberflächen (links) sind bei einer mit Holzöl behandelten Oberfläche die Farben viel intensiver (rechts). Und auch die Maserung tritt viel stärker hervor. [Fotos: pexels.com]

Holzwachs

Holzwachs härtet beim Auftragen aus, wodurch es zu einem schönen Glanz kommt. Je genauer du beim Auftragen und Polieren arbeitest, desto einheitlicher die glänzende Oberfläche!

Die Farben und die Maserung treten bei einer Behandlung mit Wachs jedoch in den Hintergrund.

Im Gegensatz zu Öl dringt Wachs nicht in das Holz ein. Sondern bildet eine dünne (Schutz-)Schicht auf der Oberfläche. Das Wachs wirkt dabei wie eine Versiegelung.

Jedoch ist es dadurch aber auch nicht so widerstandsfähig und geschützt, wie beim Einölen. Ein tiefergehender Schutz der Holzoberfläche ist nicht gegeben. Zudem werden durch die Versiegelung die Poren verschlossen, wodurch das Holz auch nicht mehr „atmen“ kann.

Und mit jedem Mal abwischen trägst du gleichzeitig auch etwas vom Wachs ab. Stark beanspruchte Stellen werden so schnell wieder matter und benötigen eine erneute, intensivere Pflege mit Wachs.

Das feste Wachs mit einem Tuch gleichmäßig mit einem weichen Tuch und in kreisenden Bewegungen auf die Oberfläche aufbringen – optimal lässt sich das Wachs bei Zimmertemperatur verarbeiten. Nach dem Auftragen solltest du etwas warten, bis du mit dem Polieren beginnst. Bis das Wachs ausreichend eingezogen bzw. gehärtet ist, kann eine Stunde bis ein Tag vergehen – beachte hier auf alle Fälle die Herstellerangaben. Abschließend kannst du die Oberfläche mit einen (neuen) weichen und fusselfreien Tuch in kreisenden Bewegungen und mit leichtem Druck polieren.

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Hartöl oder Hartwachsöl

Hier handelt es sich um ein Holzöl, das mit Wachs und anderen Zusätzen angereichert wird und so schneller und härter als „normales“ Holzöl austrocknet. Die dadurch entstehende Schicht kann wie bei der Pflege mit Wachs poliert werden und ergibt einen sanften Glanz. Zudem dringt es auch tiefer in das Holz ein und schützt es so auch von innen.

Bei Hartwachsöl entsteht zudem eine dünne Schutzschicht wie beim Holzwachs. Gleichzeitig wird es aber auch versiegelt, wodurch die Atmungsfähigkeit des Holzes nicht mehr gegeben ist.

Darum solltest du auch genau darauf achten, ob du Hartöl oder Hartwachsöl verwendest!

Das große Problem mit Holzöl und Holzwachs

Geölte Holzoberflächen (mit Holzöl oder Hartöl) können auch nachträglich gewachst werden. Willst du aber eine gewachste Holzoberfläche (Holzwachs oder Hartwachsöl) mit Holzöl behandeln, so musst du zuerst die gesamte Wachschicht abschleifen! Und das geschliffene Holz dann erneut behandeln und pflegen – also einölen.

Für stärker beanspruchte Oberflächen würden wir eine Behandlung und Pflege mit Holzöl empfehlen!

KÜCHENmeter-Emil-Geier Holzpflege Holzoberflächen pflegen ölen wachsen

Das Pflegemittel – egal ob Öl, Wachs oder Politur – kannst du ganz einfach mit einem trockenen Tuch (oder alten Baumwollhandtuch) auftragen. Feuchte Stellen zuvor trockenwischen! [Fotos: pexels.com]

Holzpolituren

Holzpolituren sind eine Mischung aus den verschiedensten Zutaten wie Wachs oder Öl, aber auch Lösungsmitteln, Duftstoffen und anderen chemischen bzw. ökologischen Zutaten. Darum solltest du Polituren hauptsächlich für lackierte oder beschichtete Holzoberflächen verwenden.

Hochwertige Polituren können auch für Echtholzfurniere oder Naturholzoberflächen verwendet werden. Hier solltest du aber immer auf die Angaben und Gebrauchshinweise der jeweiligen Politur achten, für welche Oberflächen die Politur geeignet ist.

Denn Holzpolitur ist nicht gleich Holzpolitur. Manchmal ist damit eine Pflegemittel für die oben genannten Verwendungszwecke genannt. Und manchmal wird auch Holzöl, Holzwachs, … unter dieser Bezeichnung verkauft. Also Augen auf!

Helle oder dunkle Polituren?

Es gibt eine Vielzahl von Polituren. Mit den in dunklen Polituren enthaltenen Farbstoffen kannst du die Färbung des Holzen wieder herstellen und intensivieren. Mit hellen Polituren kannst du die bestehende Maserung wieder hervorheben.

Aufgepasst bei Voll- und Massivholz!

Minderwertige, billige Polituren oder Polituren auf Basis von Silikon- oder Mineralöl schädigen das Holz unwiderruflich. Sie dringen tief ins Holz ein und versiegeln es, wodurch das Holz nicht mehr „atmen“ und Feuchtigkeit auf- bzw. abgeben kann.

 

Selbstgemachte Öle und andere Hausmittel

Wer gänzlich auf künstliche Inhaltsstoffe verzichten möchte, sollte aber lieber auf ökologische Pflegemittel aus dem Fachhandel zurückgreifen. Es gibt aber auch viele Hausmittel um Öle, Wachse oder Polituren selbst herzustellen.

Du kannst zwar im Internet auf zahlreichen Websites passende Rezepte finden. Aber nur wenn du dich damit auskennst, solltest du deine Möbel auch damit Pflegen. Denn manchmal werden in diesen Rezepten auch Öle verwendet, die gar nicht für die Pflege von Holz geeignet sind.

Wie etwa Speiseöle, die jedoch mit der Zeit ranzig werden und auch einen entsprechenden Geruch absondern. Auf solche Rezepte solltest du weitgehend verzichten. Wir empfehlen Rezepte mit Lein- oder Kokosöl.

Fazit – auf die richtige Holzpflege kommt es an!

Möbel aus Voll- oder Massivholz haben eine ganz eigene Ausstrahlung und tragen auch zum Raumklima bei. Jedoch wollen diese Oberflächen auch gepflegt werden.

Mit der richtigen Pflege hast du auch noch lange nach dem Kauf noch Freude an deinen Möbeln!





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