Die 10 meist gemachten Fehler beim Planen deiner Traumküche! (Planungsfehler Teil 1)

Wenn du deine Traumküche planst, gibt es zahlreiche Stolperfallen.

In dieser Top-List fassen wir die zwölf größten und häufigsten Fehler für dich zusammen. Damit auf deinem Weg zur Traumküche alles klappt!

 

Bist du bereit? Lass uns langsam beginnen, bevor wir zu den größten Planungsfehlern kommen.

1) Nicht exakt messen

Damit es zum Schluss kein böses Erwachen gibt, musst du bereits zu Beginn genau arbeiten!

Es geht schneller als du glaubst, und plötzlich sind die Anschlüsse an der falschen Stelle. Das Fenster geht nicht mehr auf, weil die Armatur direkt davor ist. Die Arbeitsplatte ist zu kurz und ein unschöner Spalt bleibt sichtbar. Oder der letzte Schrank ist um ein paar Zentimeter zu breit.

Mit einem genauen Grundriss (auch Aufriss genannt) kannst du all diese Ärgernisse verhindern.

Darum exakt messen und alle Maße eintragen! Und alle Anschlüsse, Fenster, Türen und Heizkörper genau einzeichnen. Vergiss dabei auch nicht auf Ecken oder Wandvorsprünge.

Wie du deinen Aufriss optimal zeichnest – und auch alle Fehler vermeidest –, erfährst du in unserer E-Mail-Serie zur Küchenplanung!

2) Küchenform und Wohnkonzept passen nicht zusammen

Viele unserer Kunden haben bereits eine klare Vorstellung von ihrer Traumküche.

Manchmal müssen wir sie leider schon am Anfang enttäuschen. Weil die gewünschte Küchenform, der Raum und das Wohnkonzept einfach nicht zusammenpassen.

Zum Glück lassen sich Küchenzeilen, Eck-Küchen oder U-förmige Küchen in den meisten Räumen umsetzen. Nur Kücheninseln sind manchmal eine Herausforderung.

Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Küche in einem separaten Raum ist. Und der Raum kleiner bzw. schmäler ist. Bei offenen Küchen besteht da viel mehr Spielraum.

Bei offenen Küchen bist du auch beim Kochen mitten im Wohngeschehen. Dafür haben sie den Nachteil, dass alles sichtbar ist: Der Topf auf dem Herd. Die Gläser auf der Arbeitsfläche. Oder das schmutzige Geschirr in der Spüle. Es kommt also ganz darauf an, welches Wohnkonzept dir besser gefällt. Und welcher Kochtyp du bist: Immer alles ordentlich oder bleibt das eine oder andere schon mal stehen?

Die Küchenform ist auch davon abhängig, welche Funktion deine Küche später haben soll: Ist sie nur ein Platz zum Kochen oder ein Treffpunkt für deine Familie und Freunde? Vielleicht sogar mit einem großen Esstisch in der Küche?

Das führt uns direkt zum nächsten Fehler.

3) Bedürfnisse und Gewohnheiten bleiben unberücksichtigt

Denke an deine Gewohnheiten und alle deine täglichen Routinen. Etwa der Guten-Morgen-Kaffee. Das Frühstücksmüsli. Oder die Jause zwischendurch.

Dazu zählen auch deine Kochgewohnheiten. Wie und was kochst du? Nur schnelle Gerichte oder aufwändige Speisen?

Das bestimmt nicht nur, welche Geräte du in deiner Küche brauchst. Sondern auch, wie viel Platz du in dafür benötigst! Also all die kleinen und großen Geräte wie Kaffeemaschine, Toaster oder Smoothiemaker. Bis hin zum großen Kühlschrank.

Deine Kochgewohnheiten bestimmen aber auch die Größe der Arbeitsfläche.

Berücksichtigst du das nicht, kann es schnell vorkommen, dass deine Küche plötzlich zu klein ist. Nicht nur in Bezug auf die Raumgröße…

4) Zu wenig Platz

Den Platz in deiner Küche kannst du grob in zwei Bereiche einteilen: die Arbeitsfläche und Stauraum (in Form von Schränken, Regalen und Kästen).

Ob du nun eine größere Arbeitsfläche oder mehr Stauraum benötigst, hängt von den oben genannten Punkten ab. Aber auch noch von anderen Faktoren wie der Familiengröße (Menge der Vorräte und von Geschirr) ab. Und ob du einen Aufbewahrungsraum („Speisekammer“) neben der Küche hast.

Wichtig: Stimme deine Küche auf deine individuellen Bedürfnisse und deinen Platzbedarf ab!

Genau das ist auch das größte Problem von Standard-Küchen aus dem Möbelhandel!

5) Standardküche statt einer individuellen Maßküche

Fertige Küchen aus dem Möbelhandel sind oft verlockend: abholfertig und in vielen Fällen günstig.

Doch du sparst dabei nicht nur beim Preis. Sondern auch beim Platz. Also der für dich optimalen Verteilung zwischen Arbeitsfläche und Stauraum.

Noch mehr wertvollen Platz verschenkst du bei diesen Küchen, weil die Hersteller Standardmaßen verwenden. Und so bleiben oft Ecken und Nischen ungenutzt. Bei einer individuellen Planung kannst du den Platz mit einer längeren Arbeitsfläche oder größeren Schränken voll ausnutzen.

6) Ergonomie – kochst du bequem?

Die Ergonomie ist ein großer Bereich. Hauptsächlich geht es darum, dass du so schonend wie möglich kochst. Aber nicht Vitamin-schonend. Sondern in Bezug auf deinen Rücken und unnötige Bewegungsabläufe beim Kochen.

Im Optimalfall sind die drei Funktionsbereiche Zubereiten – Kochen – Spülen so angeordnet, dass alles mit wenigen Schritten erreichbar ist. Und der Reihenfolge deiner persönlichen Kochgewohnheiten entsprechen.

Auch die Höhe der Arbeitsflächen, sowie von Herd und Spüle berücksichtigen viele Kunden oft nicht. Die Hersteller richten sich dabei nach den durchschnittlichen Körpergrößen. Bist du kleiner oder größer, passt es oft nicht optimal.

Deine optimale Höhe kannst Du einfach herausfinden. Stell dich aufrecht hin und winkle den Unterarm im rechten Winkel ab. Zwischen Unterarm und Arbeitsfläche sollten etwa 15 Zentimeter sein.

7) Design vs. Funktionalität

Eine rein funktionale Küche ist nicht immer schön und gemütlich. Oder? Da ist eine Designer-Küche schon viel schicker. Mit glänzenden Fronten und klaren Linien. So richtig stylisch!

Das Design (d)einer Küche ist oft eine Gratwanderung zwischen Design und Funktionalität.

Glänzende Fronten sehen zwar schick aus, müssen aber auch entsprechend gepflegt werden. Auch das Kochen kann bei Designer-Küchen auch schon mal etwas umständlicher sein. Und die mediterrane Landhaus-Küche in Moosgrün mag dir aktuell gefallen – wie sieht es aber in 5, 10 oder 15 Jahren aus?

Versuche, einen Mittelweg zwischen einem Design, mit dem du dich auch längerfristig wohl fühlst und einer entsprechenden Funktionalität zu finden.

8) Falsches Timing und fehlende Vorbereitung

Geschafft, die Küche ist fertig geplant, jetzt heißt es nur noch warten, bis sie geliefert wird …

Weit gefehlt. Denn bis dahin ist noch viel zu tun. Du solltest dir schon jetzt Gedanken machen, was mit deiner alten Küche passiert. Verkaufen oder entsorgen? Und wohin mit dem ganzen Zeugs, das aktuell in deiner Küche ist?

Eine bestehende Küche auszuräumen, braucht oft viel mehr Zeit, als du denkst!

Natürlich solltest du die Küche aber auch nicht gleich jetzt rausreißen. Wo willst du in der Zwischenzeit kochen?

Ist alles draußen, kannst du den Raum für die zukünftige Traumküche vorbereiten. Neuer Boden? Die Wände ausmalen? Ein neuer Fliesenspiegel oder eine durchgehende Rückwand als Glas oder Metall? Anschlüsse versetzen? All das gehört gemacht, bevor deine neue Küche vor der Tür steht!

9) Eine Küche aufbauen wird schon nicht schwer sein

Lässt du dir Kästen oder Regale fertig montiert liefern oder baust du sie lieber selbst auf? Wenn du zu Zweiteren gehörst, haben wir eine Bitte an dich!

Ein Kasten oder Regel schraubst du sicherlich mit Links zusammen. Aber was ist mit einer ganzen Küche? Traust du es dir wirklich (!) zu, alles zusammenzubauen, zu montieren und aneinander auszurichten? Und zwar so, dass alles auf einer Höhe und in Waage ist. Sei ehrlich zu dir – es wurde noch niemand ausgelacht, weil mir die Montage übernommen haben. So mancher hat aber mit Schadenfreude zu kämpfen. Weil das Ergebnis dann noch etwas schiefer ausgefallen ist, als es sollte.

Also nochmal: Stolz runterschlucken, das „ich-bin-der-Heimwerker-König-und-schaffe-alles“-Denken vergessen und ganz ehrlich zu dir selbst sein. Mach dir lieber einen schönen Tag und unsere Monteure zaubern deine Traumküche!

10) Budget, Preis und verstecke Kosten

Jetzt kommen wir zum größten Fehler: Die Sache mit dem Geld …

Plane ein Budget für deine neue Küche und setze dir eine (realistische!) Obergrenze! Wie viel möchtest oder kannst du – maximal – ausgeben? Denn nach oben hin sind auch bei Küchen keine Grenzen gesetzt.

Du solltest aber auch nicht an der falschen Stelle sparen! Etwa durch eine Standard-Küche, die wertvollen Platz ungenutzt lässt. Günstige Geräte, die dafür kleine Energiefresser sind und nicht alle Funktionen bieten, die du zum Kochen brauchst. Im schlimmsten Fall musst du dann noch ein weiteres Gerät kaufen. Oder (tiefe) Schränke mit Fächern und Türen statt praktischen Auszügen.

Ein billiges Wohnzimmer-Regal wird schnell ersetzt werden. Eine Küche wird im Durchschnitt nur alle 15 Jahre ausgetauscht. Eine ziemlich lange Zeit, um mit einer unpraktischen aber dafür günstigen Küche zu leben, oder?

Der günstige Preis im Möbelhandel ist aber keine Garantie dafür, dass du schlussendlich auch eine günstige Küche hast. Viel zu oft sind das billige Lockpreise, auf die Händler dann noch das eine oder andere aufschlagen.

11) Die kleinen Details nicht beachten

Viel zu oft vergessen Kunden die vielen kleinen Details neben der großen Küchenplanung.

Und dann kann es schon mal passieren, dass plötzlich die Armatur direkt vor dem Fenster steht. Oder die Laden in der Ecke nicht ganz aufgehen, weil sie beim anderen Griff anstehen. Oder einfach zu wenig Steckdosen an den falschen Stellen eingeplant wurden. Oder unter der Spüle zwar ein super Abfallsystem eingebaut wurde. Aber auf den Platz für die Putzmittel vergessen wurden. Oder die Arbeitsflächen in ein schummriges Licht getaucht sind, wenn draußen die Sonne untergeht. Oder der Energie-Verbrauch steigt, weil Geschirrspüler und Kühlschrank direkt nebeneinander stehen. Oder, oder, oder …

… aber das ist eine andere Geschichte. Um diese Detail-Fehler kümmern wir uns im nächsten Teil der Fehler-Serie!

Fazit

Das waren sie, die 11 größten Fehler, über die du beim Planen deiner Traumküche stolpern kannst!

Zusammengefasst noch einmal alle im Überblick:

  1. Nicht exakt messen
  2. Küchenform und Wohnkonzept passen nicht zusammen
  3. Bedürfnisse und Gewohnheiten bleiben unberücksichtigt
  4. Zu wenig Platz
  5. Standardküche statt einer individuellen Maßküche
  6. Ergonomie – kochst du bequem?
  7. Design vs. Funktionalität
  8. Falsches Timing und fehlende Vorbereitung
  9. Eine Küche aufbauen wird schon nicht schwer sein
  10. Budget, Preis und verstecke Kosten
  11. Die kleinen Details nicht beachten

Und jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Planen deiner Traumküche!

PS: Wenn du noch mehr wissen möchtest, können wir dir unsere umfangreiche Anleitung zur Küchenplanung empfehlen!

Hier geht's direkt zu deinem Know-how rund um Küchenplanung!

2 Kommentare zu "Die 10 meist gemachten Fehler beim Planen deiner Traumküche! (Planungsfehler Teil 1)"

  • Otto Müller sagt:

    Das Thema Designerküche interessiert mich schon seit Längerem. Ich bin immer auf der Suche nach neuen und interessanten Artikeln und Blogs zu diesem Thema. Es ist super, dass ich diesen Blog gefunden habe. Hier findet man echt viele hilfreiche Informationen.

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